Warum du aufhören darfst dich zu entschuldigen
„Sorry, dass ich frage.“ „Tut mir leid, dass ich störe.“ „Entschuldigung, aber…“
Kommt dir das bekannt vor? Dann bist du nicht allein. Ich habe das jahrelang gemacht. Mich entschuldigt für Dinge, die keine Entschuldigung brauchten. Fürs Nachfragen. Fürs Raumeinnehmen. Fürs Dasein.
Irgendwann habe ich angefangen darauf zu achten. Und ich war erschrocken. Nicht weil ich es so oft gesagt habe – sondern weil ich es gar nicht mehr gemerkt habe. Es war so normal geworden, mich klein zu machen, dass es sich anfühlte wie Atmen.
Wofür wir uns entschuldigen
Für unsere Meinung. Für unsere Gefühle. Dafür, dass wir um etwas bitten. Dafür, dass wir Platz brauchen. Dafür, dass wir nicht perfekt funktionieren. Dafür, dass wir da sind.
Wir entschuldigen uns nicht weil wir etwas falsch gemacht haben. Wir entschuldigen uns weil wir irgendwann gelernt haben, dass wir zu viel sind. Zu laut. Zu empfindlich. Zu bedürftig. Zu anstrengend.
Und jedes „Sorry“ das wir sagen, bestätigt diese Lüge ein kleines Stück mehr.
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Woher das kommt

Vielleicht hast du als Kind gehört: „Sei nicht so.“ „Stell dich nicht so an.“ „Mach keinen Ärger.“ Vielleicht hast du gelernt, dass lieb sein bedeutet: unsichtbar sein. Dass gute Mädchen nicht widersprechen. Dass es egoistisch ist, sich selbst wichtig zu nehmen.
Diese Sätze sitzen tief. Sie verschwinden nicht einfach weil wir erwachsen werden. Sie verändern nur ihre Form. Aus „Sei nicht so“ wird „Sorry, dass ich so bin.“ Aus „Mach keinen Ärger“ wird „Entschuldigung, dass ich frage.“
Aber du bist kein Ärger. Du bist ein Mensch mit Bedürfnissen. Und Bedürfnisse zu haben ist kein Fehler – es ist menschlich.
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Es gibt Momente in denen eine Entschuldigung richtig und wichtig ist. Wenn du jemanden verletzt hast. Wenn du einen Fehler gemacht hast. Wenn du jemandem Unrecht getan hast. Das ist Stärke.
Aber dich dafür zu entschuldigen, dass du existierst – das ist keine Höflichkeit. Das ist Selbstverkleinerung. Und du verdienst mehr als das.
Nächstes Mal wenn du „Sorry“ sagen willst, halte kurz inne und frag dich: Habe ich wirklich etwas falsch gemacht? Oder entschuldige ich mich gerade dafür, dass ich da bin?
Was du stattdessen sagen kannst

Statt „Sorry, dass ich störe“ → „Hast du kurz Zeit für mich?“
Statt „Tut mir leid, dass ich frage“ → „Ich hätte eine Frage.“
Statt „Entschuldigung, aber ich sehe das anders“ → „Ich sehe das anders.“
Merkst du den Unterschied? Die Information ist die gleiche. Aber die Energie dahinter ist eine komplett andere. Du nimmst dir Raum – ohne dich dafür zu entschuldigen.
Das fühlt sich am Anfang komisch an. Vielleicht sogar falsch. Weil es so anders ist als das, was du gewohnt bist. Aber mit der Zeit wird es sich anfühlen wie Freiheit.
Du darfst Raum einnehmen
Du darfst Fragen stellen. Du darfst deine Meinung sagen. Du darfst Nein sagen. Du darfst unbequem sein. Du darfst sichtbar sein.
Ohne dich dafür zu entschuldigen.
Nicht weil du rücksichtslos sein sollst. Sondern weil du genauso viel Recht hast da zu sein wie jeder andere Mensch in diesem Raum.
Von Herzen, Sandra
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