frau steht auf der wiese mit ausgebreiteten armen

Was passiert wenn du dich selbst wählst

Du wählst jeden Tag. Hundertmal. Was du anziehst, was du isst, welchen Weg du zur Arbeit nimmst. Aber wann hast du zuletzt dich selbst gewählt? Nicht die bequeme Variante. Nicht das was alle anderen von dir erwarten. Sondern das was du wirklich willst.

Wahrscheinlich fällt dir gerade kein Moment ein. Weil du es so gewohnt bist, andere zu wählen. Die Bedürfnisse deiner Kinder. Die Erwartungen deines Partners. Die Wünsche deiner Chefin. Die Stimmung deiner Freundin. Alle kommen vor dir. Immer.

Und wenn dann jemand sagt: Du musst auch mal an dich denken – dann nickst du und denkst: Ja, irgendwann. Aber irgendwann kommt nie. Weil immer jemand anderes dran ist.

Warum wir uns selbst immer hinten anstellen 

erschöpfte frau am frühstückstisch

Es hat nichts mit Selbstlosigkeit zu tun. Es hat mit Angst zu tun. Angst davor was passiert wenn du plötzlich sagst: Ich bin auch wichtig. Angst vor dem Blick der anderen. Vor dem Vorwurf: Du bist egoistisch. Vor dem Gefühl, jemanden zu enttäuschen.

Wir haben gelernt dass gute Menschen sich zurücknehmen. Dass Aufopferung eine Tugend ist. Dass Liebe bedeutet, sich selbst klein zu machen damit andere groß sein können.

Aber das ist keine Liebe. Das ist Selbstaufgabe. Und sie macht dich nicht zu einem besseren Menschen – sie macht dich zu einem leeren.

Ich habe jahrelang geglaubt, dass mein Wert darin liegt, für andere da zu sein. Dass ich gebraucht werde und dass das reichen muss. Bis ich gemerkt habe: Gebraucht werden ist nicht das gleiche wie geliebt werden. Und funktionieren ist nicht das gleiche wie leben.

Was sich verändert wenn du dich selbst wählst 

Am Anfang fühlt es sich falsch an. Richtig falsch. Weil du gegen alles verstößt was du gelernt hast. Weil du plötzlich Nein sagst wo du immer Ja gesagt hast. Weil du Raum einnimmst den du vorher immer anderen überlassen hast.

Und ja – manche Menschen werden irritiert sein. Die, die es gewohnt waren dass du immer funktionierst. Die, die davon profitiert haben dass du dich klein machst. Die werden fragen: Was ist los mit dir?

Aber weißt du was auch passiert? Du wirst ruhiger. Nicht sofort. Aber Stück für Stück. Weil du nicht mehr gegen dich selbst arbeitest. Weil du aufhörst Dinge zu tun die dich innerlich auffressen. Weil du merkst: Ich darf das. Ich darf mich wählen. Und die Welt geht nicht unter.

Die Menschen die dich wirklich lieben werden bleiben. Vielleicht brauchen sie einen Moment. Aber sie werden verstehen. Und die die nicht bleiben? Die haben nicht dich geliebt – die haben geliebt was du für sie getan hast.

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Sich selbst wählen heißt nicht gegen andere sein 

Das ist der Punkt den die meisten verwechseln. Dich selbst an erste Stelle setzen bedeutet nicht dass du aufhörst dich um andere zu kümmern. Es bedeutet dass du aufhörst dich selbst dabei zu vergessen.

Es ist der Unterschied zwischen: Ich gebe aus einem vollen Becher – und: Ich gebe so lange bis nichts mehr da ist und wundere mich warum ich zusammenbreche.

Dich selbst wählen bedeutet: Ich achte auf meine Grenzen. Ich sage Nein wenn ich Nein meine. Ich nehme mir Zeit für mich ohne mich dafür zu rechtfertigen. Ich höre auf meinen Körper. Ich höre auf mein Herz.

Das ist nicht egoistisch. Das ist überlebenswichtig.

Wie du anfängst 

frau läuft über ein feld

Nicht mit einem großen Knall. Nicht indem du morgen alles umwirfst. Sondern mit einer kleinen Frage die du dir ab heute stellst wenn du vor einer Entscheidung stehst:

Was würde ich wählen wenn ich mich selbst genauso wichtig nehmen würde wie alle anderen?

Vielleicht wählst du den freien Abend statt der Einladung. Vielleicht wählst du das ehrliche Gespräch statt das Runterschlucken. Vielleicht wählst du die Pause statt die nächste Aufgabe. Vielleicht wählst du Stille statt Funktionieren.

Was auch immer es ist – es muss sich nicht groß anfühlen. Es muss sich nur richtig anfühlen. Für dich. Nicht für alle anderen. Für dich.

Und wenn es sich am Anfang seltsam anfühlt, dann ist das ein gutes Zeichen. Es bedeutet dass du etwas tust was du noch nie getan hast: Dich selbst an erste Stelle setzen.

Von Herzen, Sandra

Lies auch: Warum du nicht funktionieren musst um wertvoll zu sein

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