Mental Load Test: Wie viel trägst du unsichtbar?
Mental Load ist nicht das Erledigen. Es ist das Daran-Denken. Der Zettel für den Elternabend, der Geburtstag der Schwiegermutter, das Gefühl, dass heute irgendwer schlechte Laune hat. Niemand sieht diese Arbeit, und genau deshalb fühlt sie sich so schwer an.
Was ist Mental Load?
Mental Load beschreibt die Denkarbeit, die hinter einem Haushalt und einer Familie steckt: vorausdenken, planen, sich erinnern, im Blick behalten. Die Soziologin Allison Daminger hat diese Arbeit 2019 in einer Studie mit Paaren untersucht. Sie fand, dass besonders das Vorausdenken und das Im-Blick-Behalten ungleich verteilt sind, und zwar häufig auch dann, wenn die sichtbaren Aufgaben geteilt werden.
Deshalb fragt dieser Test nicht, wer den Müll rausbringt, sondern wer daran denkt, dass er raus muss. Es geht nicht darum, wer schuld ist. Es geht darum, dass du siehst, was du jeden Tag im Kopf mitträgst. Das dauert etwa drei Minuten.
Beantworte mindestens zehn Aufgaben, dann kannst du dein Ergebnis sehen.
Wie wird das Ergebnis berechnet?
Jede Aufgabe hat einen festen Schätzwert in Minuten Denkarbeit pro Woche. Trägst du sie allein, zählt der ganze Wert, teilt ihr sie, zählt die Hälfte. Die Stundenzahl ist eine grobe Schätzung und soll dir ein Gefühl für die Größenordnung geben. Einen wissenschaftlichen Messwert ersetzt sie nicht.
Deine Antworten werden nirgends gespeichert. Für den Vergleich stehen sie nur in dem Link, den du selbst verschickst.
Quelle: Daminger, A. (2019). The Cognitive Dimension of Household Labor. American Sociological Review, 84(4), 609 bis 633. doi.org/10.1177/0003122419859007
Häufige Fragen zum Mental Load Test
Wie funktioniert der Mental Load Test?
Du gehst 30 Alltagsaufgaben aus sechs Bereichen durch und tippst bei jeder an, ob du sie allein trägst, ob ihr sie teilt oder ob sie jemand anders übernimmt. Daraus entsteht eine grobe Schätzung, wie viel Denkarbeit pro Woche bei dir liegt.
Werden meine Antworten gespeichert?
Nein. Der Test läuft komplett in deinem Browser. Wenn du jemanden zum Vergleich einlädst, stehen deine Antworten nur in dem Link, den du selbst verschickst.
Wie genau ist die Stundenzahl?
Sie ist eine grobe Schätzung. Jede Aufgabe hat einen festen Minutenwert, der die Größenordnung der unsichtbaren Arbeit zeigen soll. Deine eigene Woche kann davon abweichen.
Ist Mental Load nur ein Thema für Mütter?
Nein. Mental Load entsteht überall, wo jemand für andere mitdenkt: in Partnerschaften ohne Kinder, bei pflegenden Angehörigen, in Wohngemeinschaften. Wer keine Kinder hat, überspringt den Bereich Kinder und Schule einfach.
Wie du Denkarbeit wirklich abgeben kannst, ohne dass sie nach einer Woche wieder bei dir landet, liest du in meinem Artikel Mental Load nach den Ferien: Wenn der Kopf keine Pause kennt.
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